Kleine Humbold Galerie

BROT UND SPIELE

KLEINE HUMBOLDT GALERIE – ZEITGENÖSSISCHE KUNST IM LICHTHOF DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN

Das Spiel ist elementarer Bestandteil des menschlichen Lebens. Assoziiert mit Fantasie, Kreativität und Sorglosigkeit, erschöpft es sich jedoch keinesfalls in seinem Unterhaltungswert. Es hat vielmehr eine soziale Dimension, welche Johan Huizinga 1939 in Homo Ludens erörterte: spielerisches Verhalten sei die Grundlage jeder gesellschaftlichen Praxis, welche sich im Laufe der Zeit durch Ritualisierungen institutionell verfestigt habe.

Das geflügelte Wort Brot und Spiele hingegen verweist – zurückgehend auf Juvenals Satire Panem et circenses – auf die seit der Antike geläufige Strategie von Eliten, die Bevölkerung durch inszenierte Großereignisse von politischen und wirtschaftlichen Problemen abzulenken. Leben wir die moderne Version dieser politischen Marginalisierung in der Erlebnis- und Konsumgesellschaft?

Die Kleine Humboldt Galerie zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung Brot und Spiele künstlerische Positionen und Objekte der Alltagskultur, die das Verhältnis von Brot, Spiel und Gesellschaft aufgreifen, kommentieren und kritisch hinterfragen.

Mit Arbeiten von: Florian Albrecht-Schoeck, Pippin Barr, Harun Farocki, Asaf Koriat, Christin Lahr, Emanuel Oliviera Barata, Eddo Stern, u.a.


Kuratiert von Milena Mercer

Inline-Bild 1

Eröffnung am Dienstag, den 12. November 2013, 19-22 Uhr

Ausstellungsdauer bis 06. Dezember 2013

Öffnungszeiten: Mi-Fr, 12-18 Uhr

Öffentliche Führungen: Freitags um 17 Uhr

Unter den Linden 6, 10099 Berlin